Abklärung von erhöhten Leberwerten
Akute und chronische Lebererkrankungen
Das Spezialgebiet Hepatologie umfasst unterschiedliche Erkrankungen der Leber, der Gallenblase bzw. der Bauchspeicheldrüse. Sowohl infektiöse Erkrankungen wie Hepatitis, als auch Autoimmunentzündungen der Leber bzw. der Bauchspeicheldrüse können typische Symptome wie kolikartige Oberbauchschmerzen, Juckreiz, Gelbfärbung der Augen und der Haut (Ikterus) oder auch Übelkeit hervorrufen. Die diagnostische Abklärung erfolgt mittels speziellen Laborparametern, bildgebenden Untersuchungen, als auch einer detaillierte Anamnese. Interventionell kann auch eine endoskopische Therapie notwendig sein.
Eine Fettleber (Steatose) bezeichnet die vermehrte Einlagerung von Fetten (Triglyceriden) in der Leber im Rahmen einer Stoffwechselerkrankung wie Diabetes mellitus, Insulinresistenz oder einer Fettstoffwechselstörung. Auch kann ein chronischer Alkoholkonsum eine Fettleber und in weiterer Folge eine Leberzirrhose bis zur Fibrose hervorrufen. Durch diese chronische Schädigung der Leber nimmt die Leberfunktion durch Umbau des Lebergewebes in Bindegewebe ab. Komplikationen wie Bauchwasser (Aszites) oder Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) können entstehen. Regelmäßige fachärztliche Kontrollen zum Monitoring der Erkrankung als auch zur Unterstützung einer Lebensstiländerung sind wichtig. Mittels Fibroscan, einer schmerzlosen ultraschallähnlichen Untersuchung ist es möglich den Grad der Steatose bzw. Fibrose darzustellen.