Reise- und Tropendermatologie
Leishmaniose
Bei der Leishmaniose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch kleine Parasiten, die sogenannten Leishmanien, ausgelöst wird. Die Parasiten werden durch den Stich der Sand- bzw. Schmetterlingsmücke übertragen. Die Leishmaniose ist vor allem in Mittelmeerländern, in warmen Regionen Südamerikas sowie in Afrika verbreitet.
Es werden verschiedene Leishmaniose Arten unterschieden. Die kutane Leishmaniose stellt dabei die leichteste Form der Krankheit dar. Bei der viszeralen Leishmaniose breiten sich die Parasiten auf innere Organe, wie z.B. die Leber oder Milz, aus.
Bei Verdacht auf Leishmaniose wird eine kleine Gewebeprobe (Biopsie) unter örtlicher Betäubung entnommen. Während die kutane Leishmaniose, die lediglich die Haut befällt und kleine Hautgeschwüre verursacht, bei mildem Verlauf von selbst ausheilt, also keine Therapie erfordert, werden bei schwereren Fällen meist Medikamente oder intravenöse Injektionen verabreicht.